Anna und Sebastian Faust können in zwei Jahren gerne wiederkommen, wenn die nächste Neanderland-Biennale ansteht, fand das Publikum.
Heiligenhaus.   
Neanderland-Biennale: Die Polen wissen mehr über ihre deutschen Nachbarn, als es umgekehrt der Fall ist. Eine vergnügliche Lesung mit Anna und Sebastian Faust in der Bücherei Heiligenhaus.

„Wie ist Polen, wie sind die Polen wirklich?“, fragte das Schauspielerpaar Anna und Sebastian Faust am Sonntag mit dem österreichischen Schriftsteller Radek Knapp. Die Neanderland-Biennale, die am Samstag bereits ein hervorragendes Stück Krakauer Freilufttheater zeigte (WAZ berichtete), steht 2013 unter dem Motto „rot/czerwone“ und „Deutschland/Polen“.


Tatsächlich wissen die Polen wesentlich mehr über ihre Nachbarn, als es umgekehrt der Fall ist. Vor dem voll besetzten Bücherei-Lesecafé zitierten die Fausts eine „Zeit“-Umfrage, nach der die Polen als wichtigsten deutschen Film „Goodbye, Lenin“ nennen, als wichtigste Erfindung den Buchdruck und als schlechteste Eigenschaft ihre „fehlende Spontaneität“. Wie steht es ums Wissen der Deutschen über die Polen? Was sagen sie über einen Henryk Sienkiewicz oder Ryszard Kapuściński? Aus Radek Knapps „Gebrauchsanleitung für Polen“ sollte gelesen werden, besagte das Programmheft. Leider sei der Reiseführer nach den Maßstäben des Schauspielerpaars „zum Vorlesen fast gänzlich ungeeignet“.

Polnische Aberglauben
Neben Knapps Einführungskapitel rezitierten sie darum die polnische Hymne („Noch ist Polen nicht verloren“), um dem Nationalgefühl des historisch von großen Mächten herumgeschubsten Landes auf den Grund zu gehen.

Favell Lee Mortimer, von der es heißt, dass sie die Zielländer der von ihr verfassten Reiseführer nie gesehen habe, schildert ein Polen des 19. Jahrhunderts, das nur aus Sandebene und Elendsquartier besteht. Zu den Deutschen fällt ihr in einem andere Reiseführer vor allem auf, dass die Frauen, „weil [sie] so viel draußen sind, ihre Stuben nicht sauber halten“ und dass „viele Deutsche [...] große, gut aussehende Männer“ seien; ferner wünsche sie sich, dass „sie etwas ordentlicher und sauberer wären, vor allem die armen Leute“.

Es wurde also viel gelacht über die kuriosen, jedoch harmlosen Zusammenstöße der Kulturen. Von Mascha Kaléko gab es Gedichte über „die kleinen Unterschiede“.

Steffen Möller (Bundesverdienstkreuzträger für sein völkerverständigendes Wirken) wird im Warschauer Bus 107 wegen seines harten Akzents von einer Alleinerziehenden für einen Schlesier auf Brautschau gehalten und resolut abgebürstet. Von eben diesem Möller lasen die Fausts auch eine liebevolle Aufzählung polnischer Aberglauben: nur eine ungerade Anzahl an Blumen zu verschenken, nicht an Tischecken zu sitzen, nicht über der Türschwelle die Hand zu schütteln oder Handtaschen nicht auf den Boden zu stellen, weil sonst das Geld herauslaufen könnte.

Gegen Ende kamen auch die Schauspieler durch. Sławomir Mrożeks „Tango“ (1964) gab tiefe Einblicke in eine damals verspürte Traditionslosigkeit bei gleichzeitiger Auflehnung der Jugend gegen den alten Pröttel im Haus, der „keine Übereinstimmung mehr mit der Wirklichkeit“ habe.

Weit weg vom Thema Polen entfernten die beiden Fausts sich mit René Goscinnys „Der Strand ist klasse“. Die Brücke schlugen sie hier frech über den Ball und den Eimer, die der kleine Nick in der Geschichte hat und die beide die Farbe Rot haben. Auch Marc-Uwe Klings Geschichten um ein klugscheißendes, kiffendes, kommunistisches Känguru, das bei ihm einzieht, hatten nicht viel mit dem postsozialistischen Nachbarland zu tun. Dafür sorgten sie aber für die meisten Lacher. Das Publikum in der Bücherei rollte sich immer wieder ab. Am Ende schien man sich einig: Sebastian und Anna Faust in zwei Jahren, wenn die nächste Neanderland-Biennale ansteht, gerne wieder.

Fabian May

unsere aktuelle Kritik zur Neanderlandbiennale 2013.
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und eine eMail der Deutsch/Polnischen Gesellschaft in Düsseldorf:

Sehr geehrter Herr Intendant,
droga Katarzyno!

Wie spracherfrischend und übergalaktisch witzig war der Auftritt des Faust-Teams am vergangenen Sonntag!
Solche kulturelle Ereignisse verstärken die freundschaftliche Zusammenarbeit der benachbarten Länder und lassen uns, Kulturfreudige, in diesem Bereich zuteil werden.

Herzlichen Glückwunsch und viel Freude bei weiteren Veranstaltungen im Rahmen des Deutsch-Polnischen Theaterfestivals 2013!

Mit freundlichen Grüßen,

Izabella Majda
Asistentin des geschäftsführenden Gesellschafters
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kreiszeitung vom 30.8.2011:

Der Film- und Theaterschauspieler Sebastian Faust und seine Frau Anna, ebenfalls diplomierte Schauspielerin, lasen im Café aus verschiedenen Werken bekannter Schriftsteller. Was die beiden Hamburger „Ganzkörperlesung“ nennen und schon an vielen Orten geboten haben, zog auch die Besucher in Magelsen in ihren Bann: Diesmal waren es „Geschichten zum Sommer, die nur zur Erheiterung dienen“, sagte Faust: „Weil wir den ganzen Sommer gelitten haben“ – unter dem Wetter natürlich.

So wie in der Geschichte von Guy de Maupassant über „Das Gewächshaus“ lasen die beiden im Dialog mit verteilten Rollen. Fausts sonore Stimme hauchte beispielsweise der Poetik von Arno Holz’ „Morgendlichem Rosenstrauß“ Leben ein. „Wir stellen die Texte immer individuell zusammen. Sie werden bei uns nie eine Lesung zweimal hören“, verriet der Schauspieler.

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Lesung Orte erwecken Sehnsüchte

Heiligenhaus, 03.06.2011, Redaktion Heiligenhaus

Foto: privat

Foto: privat

Heiligenhaus. Ihre Texte waren eigens für die Neanderland Biennale zusammengestellt: Das Hamburger Schauspieler-Ehepaar Anna und Sebastian Faust las unter dem Motto „Wer die Sehnsucht kennt“ im Heiligenhauser Museum Abtsküche.

Wie schon zur ersten Biennale-Veranstaltung „Ganz oder gar nicht“ in der IKG-Aula (die WAZ berichtete), waren auch hier zahlreiche Zuhörer gekommen, um die Sehnsucht nach Dingen wie Eiscreme, Meer, Liebe oder gar einem anderen Leben mitzuerleben. Diese und viele andere Sehnsüchte brachten beide Schauspieler den begeisterten Zuschauern quicklebendig, mit wechselnden Parts und vollem Körpereinsatz, zu Gehör. Die Sehnsucht nach Orten spielte in vielen Texten eine Rolle, so auch bei Kurt Tucholsky, der sich nach Paris wünscht.Und von Paris war es nicht weit zum Thema „Liebe“.

Überraschende Pointen

Die Lacher hatten Anna und Sebastian Faust mit überraschenden Pointen bei Auszügen aus René Goscinnys „Der kleine Nick“ auf ihrer Seite. Ein Auszug aus Wolfgang Borcherts „Draußen vor der Tür“ durfte nicht fehlen, und Anna Faust las einfühlsam den Dialog zwischen der Elbe und Kriegsheimkehrer Beckmann. Das Publikum forderte Zugaben und so gab es Zungenbrecherisches vom Schneesee und der Rhabarber-Barbara.



schlaflos




Lesung im Gasometer Oberhausen Lit.Award2010, (C) Foto: Axel J. Scherer, Oberhausen

3. Oberhausener Kulturnacht - SCHLAFLO.S
Lesung - Sebastian und Anna Faust

Bild zeigt Sebastian und Anna Faust Foto: Thomas  Otto

Altmarkt, Oberhausen
Showtime: 21:30 Uhr

Wie kenn ich den nicht?
Genau, der Schauspieler Sebastian Faust gehört zum Kreis des Erfolgsstücks „Ganz oder Gar nicht“ im Ebertbad. Abseits seiner Stripperkarriere arbeitet er in Theatern in Hamburg, dreht für das Fernsehen und liest zusammen mit seiner Frau Anna, die ebenfalls studierte Schauspielerin ist. Sie nennen das „Ganzkörperlesungen“ und der Zuhörer darf gespannt sein was das bedeutet.

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Der Star-Gast des Abends, Schauspieler Sebastian Faust, war extra aus Hamburg angereist, um das Jubiläum mit seiner sonoren Stimme klangvoll zu begleiten. Er unterhielt die Gäste unter anderem mit der spannenden Firmengeschichte von c-line Mediensysteme. Highlight war seine Vorlesung aus dem Jules Verne Epos „20.000 Meilen unter dem Meer“.
Technik für die Sinne – einmal ander
s.

(von der Webseite c-line.de aus München)
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“Kongenial Anna und Sebastian Faust mit Texten von Heinrich Heine, Joachim Ringelnatz, Heinz Erhardt bis hin zu Thomas Manns "Meerfahrt" aus "Don Quichote" und Passagen aus "Der kleine Nick" von René Goscinny, wunderbar im Dialog gelesen. Auch sie unterstrichen die Dramatik der Texte mit klaren Gesten, lasen Komisches im Duett und schnitten bei schnurrigen Passagen, beispielsweise von Robert Gernhardt, schon mal gediegene Grimassen. Da capo!

Theo Hering (61) freute sich über die Ringelnatz-Verse, die das Schauspieler-Ehepaar Anna und Sebastian Faust rezitierte und lobte die gute Atmosphäre auf Hof Schümann: ... Klaus Harms (67) sagte: "Das ist eine ganz hervorragende Einrichtung und ein tolles Programm heute Abend."

erschienen am 16. Juli 2008 im Hamburger Abendblatt

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Hof Schümann

Weihnachtliche Geheimnisse in Liedern und Geschichten

8. Dezember 2009, 06:00 Uhr

Weihnachtsstimmung auf der Bauerndiele. Opernsänger Jörn Schümann und das Schauspieler-Ehepaar Anna und Sebastian Faust zauberten dieses heimelige Gefühl von weihnachtlichen Geheimnissen, von Weihnachtsbäckerei und Engel-Abenteuern auf Hof Schümann in Ellerau.

Ellerau. Jörn Schümann sang Weihnachtslieder, das Ehepaar Faust las wieder aus Werken ihrer Lieblingsdichter. Der Kinderbuchautor René Goscinny gehört dazu, ebenso der in Norddeutschland relativ unbekannte Jochen Malmsheimer (48) aus Essen - ein Autor, dessen Geschichten von aberwitzigen, zuweilen albernen Übertreibungen leben. Aber das Ehepaar Faust ließ auch gute Bekannte wie Joachim Ringelnatz, Heinz Erhardt, Robert Gernhardt, wie James Krüss, Rainer Maria Rilke und Mascha Kaléko auftreten.

Auf eine feine Weise traf Anna Faust in Kalékos "Der Winter" und "Advent" den lakonischen, zwischen kindlicher Freude und tiefer Traurigkeit schwankenden Ton der Dichterin. Ohnehin legte sie eine gute Portion anteilnehmendes Gefühl in ihre Rezitationen, während Ehemann Sebastian Faust eher auf Lausbuberei abonniert ist. Beide jedoch weisen sich durch angenehme Sprechkultur und tiefe Kenntnis ihrer Texte aus. So dosierte Sebastian Faust die Übertreibungen in der skurrilen "Weihnachtsgeschichte bei Malmsheimers" häppchenweise und machte die abstruse Geschichte dadurch bekömmlicher. Zum Höhepunkt gelangen ihm im ersten Teil Astrid Lindgrens zu Herzen gehende Geschichte "Pelle zieht aus" und der Klassiker "Das Weihnachtsgeschenk" von O'Henry, ein heiter-nachdenkliches Kontrastprogramm, das Faust mit Ehefrau Anna im Duo bewusst inszenierte. So konnte Besinnlichkeit nicht in Gefühlsduselei ausarten, sondern wurde mit Heiterkeit aufgefrischt.

Ohnehin war das Programm gut austariert. Einmal wurden als Spannungspunkt gute Gegenpole gesetzt, zum anderen entstand durch die Auswahl von Lesestücken und Liedern eine innere harmonische Stimmung.



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Ankündigung aus der Presse in Heiligenhaus:

Ganzkörperlesung - Anna & Sebastian Faust mit humoristischen Texten über das Theater Freitag, 29.05.2009, 20.00 Uhr im Museum Abtsküche. Das Schauspielerpaar Anna und Sebastian Faust (bekannt z.B. aus verschiedenen Tatorten) präsentiert eine exklusiv zusammengestellte Theaterlesung, u.a. mit Texten von Loriot und Goscinny, dem kongenialen Autoren von Asterix und Der kleine Nick. Das Oberthema ist die Bühne, der Schwerpunkt liegt auf humoristischen Texten. Auch Theateranekdoten, Klassiker und Modernes kommt nicht zu kurz, so dass ein abwechslungsreicher Abend mit zwei charmanten Schauspielern von Format garantiert ist. Veranstalter: Kreis Mettmann.


Neanderland-Biennale

Lesung mit vollem Körpereinsatz

Heiligenhaus, 01.06.2009, Kirsten Gnoth
„Schauspieler haben nichts, außer sich selbst und ihre Eitelkeit.” Sagte einst Heinz Erhard. Aber bei Anna und Sebastian Faust lag er damit falsch. Das Paar brachte am Freitagabend ein ganz neues Konzept mit nach Heiligenhaus – die Ganzkörperlesung.

Im Rahmen der Neanderland-Biennale und unter dem Motto „Alles Theater” lasen die beiden Diplomschauspieler im Museum Abtsküche komödiantische Texte rund um die Bretter, die die Welt bedeuten. Mit verteilten Rollen, voller Emotion und mit passender Mimik wurden die beiden Hamburger regelrecht zu Protagonisten der Geschichten von Loriot, Tucholsky und Co.

In der zweistündigen Lesung gaben sie kleine Einblicke in ihren Beruf, der voller Klischees steckt – wie dem von der alternden Diva: Die versucht mit Hochprozentigem ihren Frust über die jüngere Konkurrenz einfach runterzuspülen. Wild gestikulierend übernahm Anna Faust diesen Part in einem Text von Woody Allen, regte sich über schlechte Rollenangebote auf und meckerte über junge Kollegen.

Komödiantisches Talent voll ausgespielt

Wer kann Schauspieler so schlecht machen, dass niemand sie mehr engagieren möchte? Kritiker! Dass die aber auch gern mal danebengreifen, bewies das literarische Duett mit historischen Kritiken: Wer würde heute noch behaupten wollen, dass Puccinis La Bohème „dumm und inkonsequent” sei oder Strauss „wenig Talent hat, dafür aber unverschämt ist”?

Kein Fehlgriff war Loriots unvergessener „Garderoben”-Sketch: Frau weiß nicht, welches Kleid sie zum Theaterbesuch anziehen soll; Mann ist schon so genervt, dass er bei jeder Stoffvariante bloß zustimmend nickt – in diesen Rollen konnten Anna und Sebastian Faust ihr komödiantisches Talent voll ausspielen.

Und was machen Schauspieler, wenn sie nicht auf der Bühne stehen? Rumsitzen und Däumchendrehen? Mitnichten: Nach einer langen Fahrt ins Nirgendwo endlich im Hotel ankommen, folgen Soundcheck, Essen, Auftritt, schnell noch ein paar Drinks – und der Aufbruch zum nächsten Spielort. Wo der liegt? Das lasse sich meist nur mit einem Achselzucken beantworten.

Dass sie Station in Heiligenhaus gemacht haben, belohnte das Publikum mit viel Applaus, auf den zwei Zugaben folgten. Um es mit den Worten des kleinen Nick zu sagen, einer Figur von Asterix-Erfinder René Goscinny: „Theater ist das Schönste auf der Welt.” Besonders wenn es so leidenschaftlich umgesetzt wird.





Hervorragender Schwedenkrimi!, 17. Juni 2008

Der Tod seiner Jugendliebe Carolina Wachtmann, die zusammen mit ihrem Ehemann ermordet wurde, macht Kommissar Kurt Wallander schwer zu schaffen. Doch dieser Doppelmord ist nur der Auftakt zu einer Reihe weiterer brutaler Morde. Kurt und Linda Wallander machen sich auf die Suche und finden eine Spur, die weit in die Vergangenheit reicht.

Mit der neuen Hörspielreihe WALLANDER hat der Hörverlag einen echten Volltreffer gelandet. Mit viel Liebe zum Detail hat Sven Stricker die Fernsehdrehbücher als Hörspiel adaptiert. EISKALT WIE DER TOD ist der zweite Fall dieser Reihe und schließt nahtlos an den ersten Teil an. Kurt Wallander hat noch Probleme damit, dass seine Tochter Linda mit ihrem gemeinsamen Kollegen Stefan Lindman zusammengezogen ist, als ihn die Nachricht vom Tod seiner Jugendliebe ereilt.

Axel Milberg interpretiert Kurt Wallander so gut, dass man das Gefühl hat, mitten im Geschehen zu sein. Aber auch die anderen Sprecher stehen ihm in nichts nach. Neben dem Stammcast Ulrike C. Tscharre und Christian Stark sind diesmal unter anderem auch Manfred Reddemann und Sebastian Faust dabei.

Ein tolles Hörspiel in bester Henning-Mankell-Tradition!



Quelle: Amazon.de